Zeit zum Wechseln

Hardware (Desktop, Laptop)

Es ist für Einsteiger nicht einfach, einen Computer mit Linux zu installieren. Wenn es aber jemand schon geschafft hat, einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen, sind die gängigen Linux-Distributionen recht einfach zu installieren.

Der größte Nachteil ist aber nach wie vor, dass nicht jede Hardware ohne viel Nacharbeit mit Linux „out of the box“ funktioniert. Abhilfe schafft hier z. B. die Firma TUXEDO Computers aus der Nähe von Augsburg, die Desktop-Computer und Laptops schon mit Linux vorkonfiguriert ausliefert.

Die ThinkPad-Reihe von Lenovo genießt ebenfalls eine guten Ruf, dass Linux ohne viel weitere Konfiguration installierbar ist. Ich werde hier von Zeit zu Zeit immer wieder Hardware aufführen, die mit Linux gut zusammenarbeitet.

Freie Software

Neben den auf dieser Seite vorgestellten Alternativen für Onlinedienste ist die Welt der freien Software ebenfalls auch für „normale“ Programme auf dem Computer eine sehr gute Wahl. Sei es Word, Excel oder Photoshop – die OpenSource Gegenstücke brauchen sich wahrlich nicht verstecken.

Programmtipps:

  • Gimp (Photoshop)
  • Scribus (Desktop Publishing, z. B. Adobe InDesign)
  • Evolution (Outlook)
  • LibreOffice (Microsoft Office)
  • Remmina (RDP Client)
  • VLC (Videos anschaun und konvertieren)
  • Audacious, Clementine (Audio-Player)
  • Inkscape (Adobe Illustrator)
  • Darktable (Adobe Lightroom)

Smartphones

Bei Smartphones gibt es betriebssystemseitig eigentlich nur die Wahl zwischen Android (Google) und iOS (Apple). Da iOS komplett abgeschottet ist, ist es hier fast nicht möglich, sich gegen übermäßige Werbung oder Tracking zu schützen. Es gibt zwar ein paar Apps, die das ermöglichen sollen, jedoch richtig begeistern konnte mich hier bisher noch keine.

Android hat es hier schon einfacher. Die sog. Custom ROMs sind Android Betriebssysteme, die auf der Open Source Version von Android basieren, AOSP genannt. Das ermöglicht es, sein Smartphone komplett googlefrei zu installieren und zu betreiben. Genauso ist es natürlich auch mit einem vorinstallierten Android auf einem Samsung-, Huawei- oder Xiaomi-Handy mittels Apps möglich, Werbung und Tracking zum Großteil zu unterbinden. Ganz klar, am sichersten ist man natürlich ganz ohne Smartphone. 🙂

Daneben gibt es auch schon diverse Projekte, die von sich aus völlig googlefrei agieren, wie Sailfish oder /e/.

Um nicht auf den Google Play Store angewiesen zu sein (vor allem, wenn man sein Handy googlefrei betreiben möchte), ist F-Droid ein alternativer App Store, der auf jedes Smartphone gehört. Nicht nur dass die Apps OpenSource sind, sie sind auch frei von Trackern und Werbung.

Weil wir gerade beim Thema sind: Installiert euch bitte Blokada aus F-Droid, damit könnt ihr darstellen, mit welchen (Werbe-)Diensten euer liebstes Gerät ohne euer Wissen kommuniziert. Es wird euch hoffentlich die Augen öffnen. Für Fortgeschrittene gibt es NetGuard, das im Prinzip den gleichen Ansatz verfolgt, aber dabei anders vorgeht und granularere Einstellungen bietet.

App Tipps (zum Großteil von F-Droid):

  • ClassyShark3xodus (zeigt an, welche Tracker in die Apps eingebaut sind)
  • DavX5 (Einbindung von caldav-Kalendern und cardav-Kontakten (z. B. von Hubzilla oder Nextcloud)
  • Fennec Browser (Firefox Anpassung für Android)
  • Simple Calendar
  • K9-Mail (E-Mail Client)
  • MuPDF Viewer (PDF Viewer)
  • NewPipe (youtube Videos datenschutzfreundlicher anschaun)
  • OpenBoard (Android Tastatur)
  • OpenKeyChain (Verschlüsselung)
  • Otter (funkwhale Client, Musikstreaming)
  • Magic Earth Navigation